Wanderung zum Wildseeloder in Fieberbrunn

Wanderung Wildseeloder Fieberbrunn

Wer vom Lärchfilzkogel zum Wildseeloder in Fieberbrunn wandert, wird mit beeindruckenden Ausblicken auf die Berge und den Bergsee Wildsee belohnt. Wenn du im Sommer im PillerseeTal Urlaub machst und gerne wanderst, solltest du dir diese Wanderung zum Wildseeloder wirklich nicht entgehen lassen!

Die Wanderung vom Lärchfilzkogel zum Wildseeloder zusammengefasst

Mit dem Lift oder zu Fuß auf den Lärchfilzkogel

Diese Wanderung beginnt am Lärchfilzkogel. Um von Fieberbrunn dorthin zu gelangen, gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Von der Lindauer Bergstation in Fieberbrunn wanderst du über die Bergstation Streuböden den Berg hinauf, bis du nach etwa einer Stunde den Lärchfilzkogel erreichst. Folge dazu den Markierungen 12. Lindau – Lärchfilzkogel sind rund 7,5 Kilometer (815 Höhenmeter). Dadurch wird die Wanderung also erheblich verlängert.
  2. Die andere Möglichkeit ist, mit der Gondel von Fieberbrunn nach Streuböden und dort mit der Gondel auf den Lärchfilzkogel zu fahren. Mit € 26,- (2020) ist dies keine billige Option, aber dafür eine, die definitiv Spaß macht. Mit der Gästekarte erhält man eine Ermäßigung und mit der PillerseeTalCard kann man die Gondeln sogar kostenlos nutzen. Informiere dich vorher über aktuelle Informationen zu den Gondeln in Fieberbrunn.

Tipp: An der Bergstation Streuböden befindet sich Timoks Wilde Welt. Auf diesem Spielplatz können sich Kinder (und Erwachsene ;)) so richtig austoben. Rase die Rodelbahn Alpine Coaster hinunter, bouldere an den Felsen oder mache eine spannende Tour durch den Kletterpark. Bis auf die Rodelbahn (8 € pro Fahrt im Jahr 2021) sind alle Aktivitäten in Timoks Wilde Welt kostenlos.

Der Aufstieg vom Lärchfilzkogel zum Wildsee

Vom Lärchfilzkogel geht es zunächst ein ganzes Stück hinunter zur Wildalm (1579 m). Hier gibt es mehrere Hütten, eine davon hat den gleichen Namen wie die hiesige Alm, nämlich die Wildalm. Hier solltest du unbedingt kurz reinschauen! Dieser Ort ist schwer in Worten zu beschreiben, du solltest ihn mit eigenen Augen sehen. Hier wird köstlicher Bergkäse hergestellt und verkauft, hier kann man am Kamin ein Buch lesen, hier kann man sich im Minikino einen nostalgischen Fieberbrunn-Werbespot ansehen oder… einfach nur diesen besonderen Ort bestaunen.

Wenn du das gemacht hast, ist es Zeit für den ersten anstrengenden Anstieg. Auf einem kurvenreichen Wanderweg geht es in rasantem Tempo hinauf zum Wildsee. Es geht schnell bergauf und der Weg ist felsig, aber die Route ist nicht gefährlich. Wer mal kurz durchatmen möchte, kann sich auf einen großen Felsen setzen und die Berge genießen, die sich hinter dem Lärchfilzkogel erheben: Du siehst hier die Steinplatte Waldring, die noch zum PillerseeTal gehört und links davon das Naturschutzgebiet Hefferthorn-Fellhorn-Sonnenberg.

Und dann geht’s plötzlich über den „Rand“ und er erstreckt sich vor dir: der Wildsee. Der kristallklare Bergsee wird fast vollständig von Bergen umschlossen. Nur der „Rand“, über den man als Wanderer aus dem Tal kommt, ist offen. Das bedeutet auch, dass du von hier aus einen beeindruckenden Blick auf die Berge hast, die das PillerseeTal umgeben, die Kitzbüheler Alpen. Und wenn du später zum Wildseeloder aufsteigst, kannst du das noch besser sehen. Doch zunächst ist es Zeit für eine kurze Pause am See.

Wildsee oder Wildseelodersee?

Wildsee, Wildseeloder, Wildseeloderhaus und Wildseelodersee – was für eine wilde Angelegenheit. Der See, der auf einer Höhe von 1847 Metern liegt, hieß ursprünglich Wildsee. Davon leitet sich auch der Name des daneben liegenden Berggipfels ab: der Wildseeloder. Und die Hütte ist wieder nach dem Gipfel benannt: das Wildseeloderhaus. Irgendwie haben einige Leute den See nach dem Berggipfel benannt und so ist der Name Wildseelodersee entstanden. Und um es noch verwirrender zu machen, wird auch der Name Wildalpsee verwendet.

Auch um die Entstehung des Wildsees gibt es eine spannende Legende. Im Laufe der Zeit verfielen die Sennerinnen und Senner der Gegend in frevelhafte Übermut und kegelten zum Beispiel mit Brot und Käse. Diese Aktivität wurde vom Himmel mit Blitz und Donner bestraft. Als der Sturm vorbei war, fand man an der Stelle der Hütten einen See, und mit dem Eintreffen des Sees waren die etwas zu üppigen Typen verschwunden.

Tipp: Lass es dir schmecken im Wildseeloderhaus

Wenn die steile Wanderung zum Wildsee und die frische Bergluft hungrig gemacht haben, kannst du dich im Wildseeloderhaus wieder stärken. In dieser Hütte, die direkt am Wasser liegt, kannst du mit Blick auf den schönen Bergsee und die hohen Gipfel leckere Hüttengerichte und Tiroler Spezialitäten genießen. Egal ob du den typisch österreichischen Kaiserschmarrn, frische Knödel, eine Semmel mit Bergkäse oder die Wildseeloder-Nudeln (sehr empfehlenswert!) bestellst, alles wird mit Liebe und regionalen Produkten zubereitet. In den Ferien und an sonnigen Wochenenden kann es auf der Hütte sehr voll sein, aber das Personal und die Küche arbeiten so fleißig, dass du wahrscheinlich nicht lange warten musst.

Wanderung zum Gipfel: der Wildseeloder

Nach einer Pause am Wildsee wird es Zeit, das letzte Stück zum Wildseeloder zu wandern. Pass auf: Für diesen Abschnitt von ca. 45 Minuten solltest du keine Höhenangst haben und trittsicher sein. Man steht nämlich manchmal auf steilen Bergkämmen, wo man keinen Zaun oder etwas zum Festhalten hat. Der Weg ist teilweise steinig und teilweise mit Gras bewachsen. Wenn du dich traust, diesen Teil zu gehen, wirst du mit einem spektakulären Panoramablick auf den Wildseeloder (2118 m) belohnt. Von hier aus sieht man den Wilden Kaiser, die Loferer und Leoganger Steinberge, das Kitzbüheler Horn und die schneebedeckten Berge der Venedigergruppe. Etwas näher dran ist auch das Jakobskreuz auf der Buchensteinwand zu sehen. Und noch ein bisschen näher siehst du den Wildsee mit dem Wildseeloderhaus. Einfach wunderschön!

Für die Rückwanderung zum Wildsee kann man entweder die gleiche Route wie beim Aufstief zum Wildseeloder nehmen oder man geht zuerst über den schmalen Grat in südlicher Richtung und dann in westlicher Richtung hinunter zum Seenieder (1933m). Am nächsten Wegweiser geht es links hinunter zum Wildsee und entlang des Ufers zurück zum Wildseeloderhaus. Von dort steigt man wieder zur Wildalm ab und macht den kleinen Anstieg zum Lärchfilzkogel.

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